Viecheln

Erstmals wurde der Ort 1370 in einem Kaufvertrag genannt, als der Ritter Vicke Moltke das Dorf an seinen Vater Henneke Moltke verkauft. Das ehemalige Gutsdorf wurde 1945 aufgesiedelt und die typischen Blockbauten in die Gutsanlage integriert.
Seit 1864 bis 1945 gehörte der Familie Blohm das Gut.
Georg Blohm hatte das Anwesen für seinen dritten Sohn Wilhelm erworben.
Dieser ließ das neue Gutshaus nach Plänen des Wismarer Architekten Thormann im neugotischen Stil erbauen.
Nach dem 2. Weltkrieg wohnten Flüchtlinge im Gutshaus, später waren der Kindergarten, eine Gaststätte und Büroräume im Haus untergebracht.
Die Gemeinde ließ das Gutshaus und den großen Park nach der Wende vorbildlich restaurieren.
Der zweistöckige Putzbau entspricht nun wieder dem historischen Aussehen. Auch in den Innenräumen sind umfangreiche Restaurierungen vorgenommen worden.
Die Räume stehen Vereins- und Privatveranstaltungen zur Verfügung, auch Hochzeiten können hier gefeiert werden.
Angeboten werden nach telefonischer Absprache Führungen im Gutshaus und im Park.
Während der Erbauung des neuen Gutshauses wurden im Park seltene Gehölzarten gepflanzt, die zum Teil noch heute bewundert werden können. Zu dieser Zeit waren an der Südseite des Hauses Beete mit niedrig gehaltenen Buchsbaumhecken angelegt, in die im Frühjahr Vergissmeinnicht und Stiefmütterchen, im Sommer hellrote Begonien und blaue Heliotropen angepflanzt wurden.
Die Parkfläche war einst über 10 ha groß, heute nimmt sie 2,8 ha ein. Im Park ist ein Baum-Lehrpfad angelegt.
Neben vielen sehenswerten Alt-Bäumen sind an seltenen Gehölzen Magnolie, Zerr-Eiche und Kaukasische Flügelnuss anzutreffen. Am Südende des Parkes ist ein buchenbestandener Burgwall mit einem Durchmesser von 60 m zu finden. Der Park ist öffentlich zugänglich.